Verpflichtungen

Darmstädter Verpflichtungen

Die Mitgliedskirchen und Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Darmstadt haben sich mit der Charta Oecumenica der europäischen Kirchen eingehend beschäftigt und sehen in ihr ein Dokument ökumenischer Hoffnung. Wir stimmen der Charta Oecumenica in ihrer Gesamtheit zu. Wir fühlen uns verpflichtet, uns um ein gemeinsames Verständnis des Evangeliums zu bemühen und auf die sichtbare Einheit der Kirche Jesus Christi im Glauben hinzuwirken.

(zu Artikel 2) Wir verpflichten uns insbesondere, das Evangelium gemeinsam zu verkündigen. Wir informieren einander über unsere Initiativen und handeln gemeinsam zur Ausbreitung des Evangeliums.

(zu Artikel 3) Wir verpflichten uns, Selbstgenügsamkeit zu überwinden, Vorurteile zu beseitigen, die Begegnung miteinander zu suchen und füreinander da zu sein.

(zu Artikel 4) Wir verpflichten uns, auf allen Ebenen des kirchlichen Lebens gemeinsam zu handeln, wo die Voraussetzungen dafür gegeben sind, und unsere Gemeinschaft in Gottesdienst, Zeugnis und Dienst zu leben und zu stärken.

(zu Artikel 5) Wir verpflichten uns, miteinander zu beten und gemeinsame Gottesdienste zu feiern und die weiteren Formen geistlichen Lebens anderer Kirchen kennen und schätzen zu lernen.

(zu Artikel 7 und 8) Wir verpflichten uns, uns über Inhalte und Ziele unserer gesellschaftlichen Verantwortung miteinander zu verständigen und die Anliegen der Kirchen gegenüber gesellschaftlichen Institutionen zu vertreten. Wir suchen das Beste für unsere Stadt und tun alles in unserer Kraft Stehende, um die bei uns lebenden Menschen verschiedener Kulturen zu versöhnen.

(zu Artikel 10,11,12) Wir verpflichten uns, Menschen anderer Religionen mit Wertschätzung zu begegnen und den Dialog mit ihnen zu suchen, bei gemeinsamen Anliegen mit Menschen anderer Religionen zusammenzuarbeiten und auf diesem Wege auch für ein friedliches Zusammenleben der Menschen in Darmstadt einzutreten. Das gilt besonders hinsichtlich unserer jüdischen und muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger. Wir wollen nicht tatenlos zuschauen, wenn in unserer Stadt Menschen wegen ihres Glaubens oder ihrer Volkszugehörigkeit diskriminiert werden.

Mit diesen Verpflichtungen greifen wir bisherige Projekte der ACK auf wie den Ökumenischen Kreuzweg, das Friedensgebet der Religionen oder den Europa-Gottesdienst, Beiträge zum Dialog der Religionen oder zum Schutz des Sonntags, den Krippenbummel und den „Darmstädter Adventskalender“, die „Nacht der Kirchen“ sowie unsere Sitzungen und gegenseitigen Besuche, die zu einer verlässlichen und vertrauensvollen Zusammenarbeit geführt haben.

Wir möchten Kirche sein, wie Gott sie will: gemeinsam und geschwisterlich auf dem Weg, der uns einander immer näher bringt, bis Gott selbst die Einheit vollendet. Darum beten wir, und wir empfehlen als Delegierte der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen die Charta Oecumenica allen Kirchen in Darmstadt zur Annahme und Umsetzung.

Wir unterzeichnen als Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Darmstadt und als deren Delegierte die „Darmstädter Verpflichtungen“ zur „charta oecumenica“ am 5. November 2006 anlässlich des 15. Jahrestages der Gründung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Darmstadt.

Evangelisches Dekanat Darmstadt-Stadt

Präses Dr. Rainer Hoffmann
Dekan Norbert Mander
Gerd Ahrens
Irmgard Beckmann
Hans-Jörg Fritz-Knötzele
Ulrike Hinkel
Georg Mechlenburg
Isolde Nees
Friedrich-Wilhelm Schubring
Ulrico Sexauer
Klaus Stolze
Dr. Johny Thonipara
Evangelisch Freikirchliche Gemeinde

Pastor Jürgen Grün
Gerhard Hilke, Leitender Ältester
Dierk Pawlitzki, Leitender Ältester
Frieder Börner
Evangelisch-methodistische Gemeinde

Irene Schneider, Gemeindevorsteherin
Ute Armbruster-Stephan, Pfarrerin
Marcus Grieb
Katholisches Dekanat

Gudrun Schneider, Dekanatsratsvorsitzende
Dekan Rudolf Moche
Josef Beheim
Johannes Borgetto
Dr.Norbert Brand
Uta Erbeling
Godehard Lehwark
Bernd Lülsdorf
Hans Mohrmann
Andreas Reifenberg
Anni Treutel
Selbständig Evangelisch-lutherische Kirche

Christian Hildebrandt, Pfarrer
Dietmar Forchheim, Kirchenvorsteher