Wege der Toleranz gehen

Hochrangige Kirchenleitende und rund 500 Gläubige nehmen am 50. ökumenischen Kreuzweg teil

Es braucht schon ein paar Hände, um das mächtige Kreuz an den Stationen aufzurichten. Und es geht nur gemeinsam. Jeweils fünf Personen trugen das Kreuz zu den fünf Stationen des 50. Ökumenischen Kreuzweges, der von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Darmstadt verantwortet wird. Ein schönes Zeichen für das Miteinander der Konfessionen – und das seit 50 Jahren. Es ist dasselbe Holzkreuz, fünf Meter lang und drei Meter breit, das bereits 1968 in der Karwoche durch die Straßen Darmstadts getragen wurde. „Es war dieselbe Resonanz damals wie heute“, sagt Angelika Suszka aus der katholischen Innenstadtgemeinde St. Ludwig, die vor 50 Jahren schon dabei war und den ersten ökumenischen Kreuzweg mit vorbereitet hat. Auch Claus Bork ist ein Mann der ersten Stunde: Der Ehrenamtliche aus der Stadtkirchengemeinde trug schon vor 50 Jahren das Kreuz und sollte für drei Jahrzehnte verantwortlich bleiben für den Transport zur ersten Station und zurück zum Aufbewahrungsort.

Der 50. ökumenische Kreuzweg stand unter dem Motto der Jahreslosung 2018 „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“. Zur Eröffnung sang ein ökumenischer Projektchor unter der Leitung von Dekanatskantor Wolfgang Kleber eine Vertonung des Wortes aus dem Buch der Offenbarung von dem Komponisten Kurt Hessenberg. Regionalkantor Jorin Sandau spielte die Orgel.
Rund 500 Gläubige aus verschiedenen Konfessionen nahmen am Dienstag der Karwoche an dem Kreuzweg teil, der von St. Ludwig über Grafenstraße, Luisenplatz und Friedensplatz zur Stadtkirche führte. Zahlreiche Kirchenleitende waren gekommen: Dr. Volker Jung, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, ging an der ersten Station in St. Ludwig darauf ein, dass Glaubens- und Religionsfreiheit nur mit Toleranz gelebt werden könne. Aus den Seligpreisungen Jesu gehe die Sehnsucht nach Frieden und Gerechtigkeit hervor: „Das weist uns den Weg – uns als Christinnen und Christen aller Konfessionen.“ Anschließend trug er das Kreuz gemeinsam mit dem Mainzer Bischof Dr. Peter Kohlgraf, dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Darmstadt, Bernd Lülsdorf, Pfarrerin Sylvia Richter vom Ökumenischen Gemeindezentrum Kranichstein sowie Claus Bork die Wilhelminenstraße hinunter bis zum Stadthaus in der Grafenstraße.
Hier sprach der Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch von der Wissenschaftsstadt als „Ort der Integration und des Zusammenlebens von Menschen“. Darmstadt solle auch weiterhin für viele Menschen Heimat bleiben, sein und werden. Nächste Station war die Sparkasse am Luisenplatz. Die Verheißung Gottes in der Jahreslosung gelte bedingungslos allen, die nach Leben dürsten – „ohne Unterschied der Person, des Geschlechts oder der Nation“, sagte Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Bischof von Speyer und Vorsitzender der ACK Deutschland. Er gedachte Menschen, die grundlegender Rechte beraubt werden „durch Terror oder Krieg, Verfolgung oder willkürliche Justiz“. An den Stationen begleitete der Posaunenchor des Evangelischen Dekanats Darmstadt-Stadt unter der Leitung von Karin Schiller die Lieder der Kreuzweggemeinde. Die vierte Station fand nahe der Baustelle am Friedensplatz am Weißen Turm statt, neben der Gedenktafel für die Opfer des Luftangriffs am 11. September 1944 auf Darmstadt. Neben Frieden sei auch die Bewahrung der Schöpfung eine besondere ökumenische Aufgabe, ein Dialogprozess, sagte hier Vasilios Tsiopanas, Vikarbischof der Griechisch-Orthodoxen Metropolie in Deutschland.
In der Stadtkirche, der fünften und letzten Station des 50. ökumenischen Kreuzweges, dankte Bischof Dr. Peter Kohlgraf dafür, dass hier gemeinsam gebetet werden könne „trotz der Verletzungen der Vergangenheit und trotz der Trennungen, die bis in die Gegenwart bestehen“. Die Taufe verbinde die Konfessionen und der gemeinsame Auftrag, „Zeugen des Evangeliums Jesu Christi zu sein“. Im ökumenischen Bemühen könne noch mehr verinnerlicht werden, „die Stärken der anderen Kirchen und Gemeinschaften wahrzunehmen, sich bereichern zu lassen und voneinander zu lernen – ohne das Ziel der Einheit aus den Augen zu verlieren“.
Auch Bischof Hans-Jörg Voigt von der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Deutschland (SELK) und die Apostel Volker Kühnle und Clement Haeck von der Neuapostolischen Kirche nahmen am Kreuzweg teil. Mit Gebeten und Lesungen waren ebenso Dekan Winfried Klein vom Katholischen Dekanat Darmstadt, Dekan Arno Allmann vom Evangelischen Dekanat Darmstadt-Land, Pfarrer Dr. Raimund Wirth, stellvertretender Dekan des Evangelischen Dekanats Darmstadt-Stadt, Pfarrer Dr. Christoph Klock, stellvertretender Dekan des Katholischen Dekanats Darmstadt, Pfarrerin Sylvia Richter und Pastoralreferentin Sonja Knapp, beide aus dem Ökumenischen Gemeindezentrum Kranichstein, Peter-Matthias Kiehl, Pfarrer der SELK in Kranichstein, Evangelos Kyprianidis von der griechisch-orthodoxen Gemeinde St. Nikolaos in Eberstadt und Isolde Nees von der ACK Darmstadt beteiligt.
Für EKHN-Kirchenpräsident Dr. Volker Jung war es etwas ganz Besonderes, beim 50. Ökumenischen Kreuzweg in Darmstadt dabei gewesen zu sein. Dieser sei ein demonstratives Zeichen in der Stadt: „Wir brauchen das Kreuz nicht zu verstecken.“ Bernd Lülsdorf freute sich sehr über die große Resonanz: „Wir in Darmstadt haben seit einigen Jahrzehnten einen guten Weg der Ökumene hinter uns“, so der Vorsitzende der ACK Darmstadt, „wir freuen uns sehr über den Rückenwind durch die Kirchenleitenden der Konfessionen und werden diesen Weg in Stadt und Region fortsetzen.“ Die Kollekte von mehr als 1200 Euro ging jeweils zur Hälfte an die Versöhnungsarbeit zwischen den Religionen am Collège des Frères in Bethlehem, der Partnerschule der Edith-Stein-Schule Darmstadt, sowie an die Arbeit der ACK Darmstadt.

Rebecca Keller / Öffentlichkeitsarbeit Evangelisches Dekanat Darmstadt-Stadt

50. Ökumenischer Kreuzweg in Darmstadt

Ökumenischer Jubiläumskreuzweg führt durch die Innenstadt | Beteiligung von Kirchenleitenden aus allen Konfessionen

Am 27. März 2018 um 17.30 h gehen zum 50. Mal Christen aller Konfessionen miteinander im Zeichen des Kreuzes durch die Straßen der Stadt Darmstadt. Treffpunkt ist die Katholische Innenstadtkirche St. Ludwig am Wilhelminenplatz.

In den demonstrationsreichen Jahren 1967/1968 wollten die Evangelische Stadtkirche und die Katholische Kirche St. Ludwig ebenfalls auf die Straße gehen, „um die heilsame und heilbringende Botschaft unseres gekreuzigten Herrn Christus auch außerhalb der Kirchenmauern einzubringen“, so Pfr. Knodt in seiner Ansprache beim 25. Ökumenischen Kreuzweg. Dieser erste gemeinsame Weg ist seitdem jährlich fortgesetzt worden – mit Ausnahme des Jahres 1970 – und somit einer der ältesten ökumenischen Traditionen in Darmstadt. In diesem Jahr gehen wir den 50. Ökumenischen Kreuzweg.

Kreuzweg 2018
Kreuzweg 2018

Zu diesem Jubiläum kommen Kirchenleitende aus allen Konfessionen. Neben Kirchenpräsident Dr. Volker Jung von der EKHN und Bischof Dr. Peter Kohlgraf vom Bistum Mainz werden Bischof Hans-Jörg Voigt von der Selbständig-lutherischen Kirche in Deutschland, Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Vorsitzender der ACK Deutschland, die beiden Apostel Volker Kühnle und Clement Haeck, Landesapostel der Neuapostolischen Kirche und Vertreter der Orthodoxen Kirchen erwartet. Die Politik ist ebenfalls vertreten, u.a. Oberbürgermeister Jochen Partsch hat seine Teilnahme bereits zugesagt.

Der 50. Ökumenische Kreuzweg steht wie in jedem Jahr unter der Jahreslosung. 2018 lautet die Losung: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“. Dies ist nicht nur eine spirituelle Verheißung, sondern uns im hohen Grad Mahnung, dass wir als Christen auch im Jahr 2018 gegen das Unheile und Ungerechte in unserer Welt und in unserer Gesellschaft auf die Straße gehen, und für die heilsame und heilbringende Botschaft des Gekreuzigten einstehen.

7. Nacht der Kirchen in Darmstadt

am 23. Juni: „Komm, sei Gast!“

Nacht der Kirchen 23. Juni 2017Musik, Tanz und Theater, Meditation und Gebet: Zur 7. Nacht der Kirchen in Darmstadt ist jeder eingeladen, der sich vom Programm angesprochen fühlt oder neue Kirchen kennenlernen möchte. Ab 19 Uhr bis nach Mitternacht halten am Freitag, 23. Juni, mehr als 50 Kirchen und andere Veranstaltungsorte im ganzen Stadtgebiet ihre Türen offen, laden ein, Gast zu sein.

In diesem Jahr steht Hessens größtes Kirchenfest im Zeichen der Reformationsfeierlichkeiten und unterstreicht damit einmal mehr das ökumenische Miteinander von evangelischen, katholischen, freikirchlichen und orthodoxen Christen.

Die „Meile der Menschlichkeit“ findet in diesem Jahr zum ersten Mal in Darmstadt statt. Im Rahmen der „Nacht der Kirchen in Darmstadt 2017“ präsentieren auf der Wilhelminenstraße – zwischen Luisenplatz und Ludwigskirche – mehr als zwanzig christliche Hilfsorganisationen auf Bundesebene und die sozialen Einrichtungen der Kirchen in unserer Region ihr Engagement für unsere Gesellschaft.

Einer der Schwerpunkte der „Meile der Menschlichkeit“ besteht im Engagement für eine gerechtere Welt. „Fluchtursachen“ und „Fluchtschicksale“ werden ebenso vermittelt wie die Chancen, die eine inklusive Gesellschaft für alle Menschen mit sich bringt.

Die „Meile der Menschlichkeit“ wird um 15.00 Uhr eröffnet mit einem Programm auf der Bühne am Luisenplatz. Dort wird es Musik und Information und immer wieder auch Talkrunden zum Engagement der Christen für die Gesellschaft geben. Um 22.00 Uhr schließt die Veranstaltung.

Schirmherr der „Meile der Menschlichkeit“ ist Oberbürgermeister JochenPartsch.

 

Europa ins Gebet nehmen

Ökumenischer Gottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche zum Europa-Wochenende | Freiheit leben – Glauben teilen – Zukunft gestalten

In der Evangelischen Stadtkirche, An der Stadtkirche 1, 64283 Darmstadt findet zum Europa-Wochenende am 19. Mai 2017 von 17.30 – 18.15 Uhr der ökumenische Europa-Gottesdienst statt.

Am Europawochenende der Stadt Darmstadt lädt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Darmstadt seit Jahren die Delegierten aus den Partnerstädten und die Bürger der Stadt Darmstadt zu einem ökumenischen Gottesdienst ein.

Die Gemeinschaft der Menschen in Europa nehmen wir in den Blick und betrachten, was uns über alle Grenzen hinweg an gemeinsamen Werten und Ideen verbindet.

Ganz besonders in diesem Jahr und in dieser Zeit gehen wir der Frage auf die Spur: wie wir in Europa gemeinsam Freiheit leben – Glauben teilen – Zukunft gestalten können.

Die Moderation des Gottesdienstes haben Pfarrerin Mechthild Gunkel und Pfarrer Dr. Christoph Klock. Musikalisch wird der Gottesdienst begleitet von Stadtkanto Christian Ross und dem Akkordeonduo „Dubi“ aus der Partnerstadt Saanen in der Schweiz.

Was bleibt, wenn alles fließt? Trittsteine in der flüchtigen Moderne

Podiumsdiskussion
Freitag, 24. März 2017, 19.30 Uhr Darmstadt, Justus-Liebig-Haus, Große Bachgasse 2, Darmstadt

Reformation ökumenisch 2017 Der Begriff ’flüchtige Moderne‘ wird im gleichnamigen Buch von Zygmunt Bauman als Bild einer Moderne eingeführt, „die sich durch exterritorial und mobil gewordene Machtstrukturen auszeichnet. Das Individuum ist zwar in die Freiheit entlassen, muss das soziale Gewebe jedoch in Heimarbeit selbst herstellen. Es gibt kein Schaltzentrum der Macht mehr, die Strukturen sind flüchtig, die Freiheit beliebig. In seiner mitreißenden Analyse wagt Zygmunt Bauman einen Ausblick auf eine Zeit nach der Zweiten Moderne; die Risikogesellschaft mit ihren flexiblen Menschen läuft auf eine flüchtige Moderne zu, in der Revolutionen, die ja etwas Bestehendes auflösen sollen, keinen Ansatzpunkt mehr haben.“ (Quelle: Wikipedia) Inmitten dieser gesellschaftlichen Entwicklung stehen die Kirchen mit ihrem grundsätzlich anderen Anspruch aus dem Evangelium, allerdings als ein Anbieter unter vielen anderen. In der Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik, Kunst, Gesellschaft, Forschung, Sport und Kirche werden die Teilnehmenden zu den eigenen Positionen zu dieser Analyse befragt. Ebenso werden die persönlichen Fixpunkte im Prozess der Veränderung betrachtet. Woran halten sich Menschen fest, wenn sich alles Bestehende auflöst?

Veranstalter: Ev. Dekanat Darmstadt-Stadt, Ev. Dekanat Darmstadt-Land, Kath. Dekanat Darmstadt, Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Darmstadt

Jahreslosung 2017


Ich schenke Euch ein neues Herz
Song zur Jahreslosung 2017
Text (nach Hes. 36,25-28) & Musik: Arne Kopfermann
© 2016 SCM Hänssler, Holzgerlingen

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz, und lege einen neuen Geist in euch.
Ez 36,26

 

28. Darmstädter Krippenbummel

Am Sonntag nach Neujahr, dem 8. Januar 2017, sind Darmstadts Kirchen von 14.00 bis 17.00h geöffnet und laden zum Krippenbummel ein. Bevor die Weihnachtszeit verklingt, können die unterschiedlichsten Darstellungen des Wunders von Betlehem bestaunt werden. Oft gibt es auch einen Tee, Weihnachtsplätzchen oder noch eine ungehörte Weihnachtsgeschichte. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Darmstadt organisiert den Bummel von Krippe zu Krippe jedes Jahr für Freundinnen und Freunde dieses besonderen Sonntagsspaziergangs.

Die Elisabeth-Langgässer-Gesellschaft veranstaltet auch in diesem Jahr eine Führung mit Karlheinz Müller. Treffpunkt ist am 8. Januar 2017 um 14 Uhr an der Pauluskirche (Ohlystraße 53). Der Weg führt durch Bessungen zur Petruskirche. Den Abschluss bildet die Liebfrauenkirche.

An dem 28. Darmstädter Krippenbummel sind folgende Kirchen und Gemeinschaften beteiligt: Elisabeth-Gemeinschaft (Nieder-Ramstädter Str. 56), Ev. Andreasgemeinde, Bessungen, Ev. Auferstehungskirche, Arheilgen, Ev. Christuskirchengemeinde, Eberstadt, Ev. Dreifaltigkeitsgemeinde, Eberstadt, Ev. Friedenskirche, Ev. Johanneskirche, Ev. Kirche Eberstadt-Süd, Ev. Kreuzkirchengemeinde, Arheilgen, Ev. Marienschwestern, Ev. Martinskirche, Ev. Matthäuskirche, Heimstättensiedlung, Ev. Michaelsgemeinde, Ev. Pauluskirche, Ev. Paul Gerhardt-Gemeinde, Ev. Petrusgemeinde (Bessunger Kirche), Ev. Philippuskirche , Ev. Stadtkirchengemeinde, Ev. Südostgemeinde, Kath. Kirche Heilig Geist, Arheilgen, Kath. Kirche Heilig Kreuz, Heimstättensiedlung, Kath. Kirche Liebfrauen, Kath. Kirche St. Elisabeth, Kath. Kirche St. Fidelis, Kath. Kirche St. Georg, Eberstadt, Kath. Kirche St. Josef, Eberstadt, Kath. Kirche St. Jakobus, Kranichstein, Kath. Kirche St. Ludwig, Kath. St. Josefskapelle (Nieder-Ramstädter Str. 30), Kleine Kirche am See (SELK), Kranichstein, Marienhospital, Schlosskapelle des Jagdschlosses Kranichstein.

Reformation 2017 ökumenisch

Freiheit leben – Glauben teilen – Zukunft gestalten
Ein Projekt der Kirchen in der Region Darmstadt“

Reformation ökumenisch 2017Am 31. Oktober jährt sich die Veröffentlichung der 95 Thesen durch Dr. Martin Luther zum 500. Mal. Im ganzen Land wird es 2017 eine Vielzahl von Veranstaltungen geben, die dem Reformationsjubiläum Rechnung tragen. In Hessen und darüber hinaus dürfte es aber wohl einzigartig sein, dass in der Region Darmstadt das Ereignis in großer ökumenischer Weite begangen wird: „Reformation 2017 ökumenisch. Freiheit leben – Glauben teilen – Zukunft gestalten. Ein Projekt der Kirchen in der Region Darmstadt“. Den Auftakt bildet ein ökumenischer Gottesdienst am 29. Januar 2017 in der Innenstadtkirche St. Ludwig. Eine zentrale Feier ist für den Reformationstag, 31. Oktober 2017, im Darmstadtium geplant, bei der Christinnen und Christen unterschiedlicher Konfessionen ein Zeichen der Erinnerung, der Vergewisserung, der Erneuerung und des Feierns setzen wollen. Für diese Großveranstaltung haben zugesagt: das Babenhäuser Pfarrerkabarett, die A-Cappella-Gruppe Maybebop, die Theologin Christina Brudereck und der Theologe Fulbert Steffensky. Ein großer ökumenischer Projektchor wird singen. Für Kinder und Jugendliche gibt es ein eigenes Programm am Nachmittag.

In zahlreichen ökumenischen Veranstaltungen übers ganze Jahr – ein eigenes Programmheft beinhaltet rund 50 Programmpunkte – will man sich der Vielfalt der Kirchen erfreuen, das Trennende ins Gebet nehmen, für die befreiende Botschaft Jesu eintreten, das Verbindende gestalten und die Verantwortung für das Gemeinwesen stärken. Es soll bedacht werden, was die Reformation damals verändert hat, und danach gefragt werden, welche Reformen, welche Erneuerungen heute im Glauben und Leben der Einzelnen, der Kirchen und in der Gesellschaft notwendig sind. Gemeinsame Ziele sind, in den Herausforderungen der Zeit Christus nachzufolgen und für die Würde und Rechte aller Menschen, für eine demokratische Kultur und das Zusammenleben in Vielfalt einzutreten.
Ziel der ökumenischen Bewegung sind die Erneuerung der Kirche und die Erneuerung der Welt. In Darmstadt und Region wollen die kirchlichen Partner hier einen großen Schritt miteinander gehen. Beteiligt an dem Projekt mit umfangreichem Programm sind zusammen mit Gemeinden und Einrichtungen, Organisationen und Persönlichkeiten aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen auch das Hessische Landesmuseum, das ein Wochenende zur Reformation gestaltet, das Staatstheater Darmstadt, das eine Woche mit Schauspiel und Diskussionen zum Thema Reformation bietet, und das Hessische Staatsarchiv, das die Ausstellung „Luther in Europa“ zeigt.

Broschüre (PDF Datei)

www.freiheit-glaube-zukunft.de

Adventskalender 2016

Advents Kalendarium 2016Der 14. Ökumenischen Adventskalender für Darmstadt ist ein Zeichen dafür, dass wir in Darmstadt den gemeinsamen Weg der Kirchen fortsetzen und intensivieren. Insbesondere mit dem Blick hinein in das Jahr 2017 mit dem gemeinsam von allen Kirchen in der Stadt und der Region Darmstadt gestalteten Projekt „Reformation 2017 ökumenisch: Freiheit leben—Glauben teilen—Zukunft gestalten“ wird deutlich, dass wir als christliche Kirchen in Darmstadt ein Zeichen für die Hoffnung in eine gemeinsame Zukunft setzen.

Advents Kalendarium 2016 (PDF Datei)

Wir tun, was uns eint

Lebendig Oekumene Sein in Darmstadt

Broschur, 168 Seiten
Weststadt Verlag ISBN 978-3-940179-33-3
VKP 14,00

Wir tun, was uns eint.

Am Freitag, den 30. September 2016 hat die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Darmstadt ihr 25-jähriges Bestehen mit einem ökumenischen Gottesdienst und einem anschließenden Festakt gefeiert. Anlässlich des Jubiläums erschien das Buch „Wir tun, was uns eint“. Lebendig Oekumene Sein in Darmstadt. Dieses Buch erzählt die Geschichte und die Geschichten der Ökumene in Darmstadt. Es versteht sich als Beitrag zu einer Heilenden Erinnerung. Was die Kirchen bis heute trennt, wird betrauert. Aber all das, was die Kirchen in den letzten Jahrzehnten verbunden hat, wird neu entdeckt und gewürdigt. Es erinnert an all die Frauen und Männer, die Brücken zwischen den Kirchen gebaut haben und weiter an ihnen bauen – hier in Darmstadt und an anderen Orten.
Heute ist die ACK Darmstadt ein Ort, an dem das fruchtbare Zusammenleben und –wirken der christlichen Konfessionen erlebbar ist. Daraus entstehen auch eine Reihe von Veranstaltungen und Aktivitäten in die Stadt hinein, die nicht mehr wegzudenken sind: Adventskalender, Krippenbummel, Ökumenischer Kreuzweg, Europagottesdienst, Nacht der Kirchen, um nur einige zu nennen. Insbesondere die alle zwei Jahre veranstaltete Nacht der Kirchen findet ein ständig wachsendes Interesse bei der Bevölkerung. Inzwischen beteiligen sich 50 Kirchen und kirchliche Einrichtungen an dieser Nacht der Kultur, des Zusammentreffens, der gemeinsamen Andachten und des Feierns.
„Wir tun, was uns eint!“ sagt der Vorsitzende Bernd Lülsdorf und verweist darauf, dass die Entwicklung der Ökumene in den letzten fünfzig Jahren eine kraftvolle und beispiellose Integrationsleistung gewesen ist.